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Krankheitsursache(f)
Definitionsiehe unter "Details"
Details

Krankheitsursachen

Krankheitsursachen können nach ihrem Entstehungsort innerhalb (innere) oder außerhalb des Körpergewebes (äußere Krankheitsursachen) eingeteilt werden. Hierbei können innere Krankheitsursachen weitere äußere Ursachen bedingen (z. B. Infektionen bei verändertem Immunsystem) und umgekehrt äußere auch innere bedingen.

 

Äußere Krankheitsursachen

So werden jene Faktoren bezeichnet, die aus der Umwelt auf den Organismus einwirken und entweder direkt oder unter bestimmten Bedingungen Krankheiten auslösen können. Im Sinne eines Substanz (Informations-) Austausches können sie zunächst über die Lungen (Atmung), den Magen-Darm-Trakt (Ernährung), die Haut (Strahlung, Hitze), und die Sinnesorgane (Psyche), im Krankheitsverlauf auf die andren Organe wirken:

Biologische Krankheitsursachen

(Mit Ausnahme der Viren handelt es sich um belebte Krankheitsursachen.)

  1. Bakterien und bakterienähnliche Organismen
  2. Viren
  3. Pilze
  4. Parasiten
  5. sonstige Erreger (Protozoen, Würmer)

Sonstige äußere Krankheitsursachen

      1. Ernährungsschäden

    • reduzierte Nahrungsaufnahme,
    • übermäßige Nahrungsaufnahme
    • Mangel oder Überschuss einzelner Nahrungsstoffe

      2 . Atmungsschäden

    • Zusammensetzung der Atemluft (Ozon, Rauch, Staub, Kohlenmonoxid, etc.)
    • Zu niedriger Luftdruck (Höhenkrankheit)
    • Zu hoher Luftdruck (Dekompression - Syndrom)

      3. Physikalische Ursachen

    • mechanische (traumatische) Einwirkung
    • elektrischer Strom
    • thermische Faktoren (Hitze, Kälte)
    • Luftdruck, Luftzusammensetzung, Klima und Wetter
    • Strahleneinwirkung

      4. Chemische Ursachen (entweder durch direkte Einwirkung oder auf dem Umweg über verseuchte Nahrungsmittel).

Innere Krankheitsursachen

Unter diesem Begriff fasst man alle jene Krankheitsauslösenden Ursachen zusammen, die im Organismus selbst angelegt sind, wobei äußere disponierende Faktoren hinzukommen können:

  1. Genetische Defekte, die so schwerwiegend sind, dass sie durch die Regulationssysteme des Organismus nicht dauernd kompensiert werden können (Erbkrankheiten). Oft wird auch nur eine bestimmte Disposition vererbt (Familiäre Häufung bestimmter Krankheiten weckt immer den Verdacht auf eine genetische Disposition).
  2. Krankmachende Faktoren, die in der Psyche des Patienten zu suchen sind.

 

Kategorie⇨ Basiswissen
Hauptautor(en)Redaktion schaefermueller publ.
Redaktionelle BearbeitungRedaktion schaefermueller publ.
Zuletzt bearbeitet2019-08-30 16:38:08 von Redaktion schaefermueller publ.
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