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bildgebende Verfahren(n)
DefinitionBildgebende Verfahren gehören neben der Labordiagnostik zu den gängigsten weiterführenden Diagnosemethoden. Sie ermöglichen einen schonende, weitgehend nicht invasive Abklärung  einer Krankheitsursache oder die Kontrolle einer Therapie. Untersuchungstechniken: 1) Röntgen 2) Ultraschall 3) (CT) Computer- und (MRT) Magnetresonanztomographie 4) Endoskopie
Details

Bildgebende Verfahren

Röntgendiagnostik

Die Röntgendiagnostik ist das älteste und verbreitetse bildgebende Verfahren, das auf die Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Konrad Röntgen im Jahr 1895 zurückreicht und das die medizinische Diagnostik revolutionierte.

Die Röntgendiagnostik ist für die Untersuchung von Knochen, aber auch für bestimmte Weichteile geeignet (Darstellung von: Entzündungsherden, Zubildungen, Fremdkörper, Flüssigkeitsansammlungen und Verwendung von Kontrastmitteln etc.).

Ein Röntgenbild stellt quasi ein Schattenriss des durchstrahlten Körpers dar.

Mit den neuen Gerätegenerationen ist eine heutzutage vertretbare Strahlenbelastung verbunden.

Das digitale Röntgenermöglicht eine sofortige Auswertung und Nachbearbeitung von Aufnahmen am Computer.

Ultraschall oder Sonografie

Bei der Sonografie wird die Reflektion von Ultraschallwellen im Gewebe zur Gewinnung von Bildern genutzt, vgl. Echolot.

Der Einsatzbereich der Sonographie umfasst die Beurteilung von Weichgeweben, Flüssigkeitsanfüllungen, Tumordiagnostik und insbesondere die Herzdiagnostik.

Die Vorteile des Verfahrens:

  • Aufnahme im Echtzeitverfahren
    (d. h. zum Beispiel kann eine innere Probeentnahme kontrolliert oder es können Bewegungsabläufe erfasst werden.
  • es ist ein extrem schonendes Verfahren, bei dem keine schädlichen Strahlen abgegeben werden

Neue Gerätegenerationen können

  • Blutströmungen darstellen und Blutgeschwindigkeiten messen – Dopplersonografie

oder

  • ein dreidimensionales Bild aufbauen - 3D-Sonografie

Computertomografie CT und Magnetresonanztomographie MRT

Diese beiden aufwändigen Untersuchungsverfahren bleiben Spezialkliniken vorbehalten.

  • Auf diese Verfahren kann zurückgegriffen werden, wenn andere Unersuchungen keine zufriedenstellenden Ergebnisse erbracht haben.
  • Der Patient muss sediert oder narkotisiert werden.

Die Kernspintomografiebasiert auf einem starken Magnetfeld, das ein zweidimensionales Schnittbild des durchstrahlten Körpers erzeugt.

Es ist ein extrem schonendes Verfahren, mit dem insbesondere Weichgewebe hoch differenziert untersucht werden können.

Die Computertumorgrafie(CT) ist ein spezialisiertes Röntgen-Schnittbildverfahren zur exakten Untersuchung von Hartsubstanzen, insbesondere Knochengewebe.

Endoskopie

Bei der Endoskopie wird ein kleines optisches Gerät in Körperöffnungen oder durch kleine Gewebsschnitte  (Invasiv) in Körperhöhlen eingeführt.

Das Verfahren ermöglicht die Echtzeitbetrachtung von Organen und deren Dokumentation. Probenentnahmen oder kleine chirurgische Eingriffe können direkt ausgeführt werden (minimalinvasive Chirurgie).

Kategorie⇨ Innere Medizin
Hauptautor(en)Redaktion schaefermueller publ.
Redaktionelle BearbeitungRedaktion schaefermueller publ.
Zuletzt bearbeitet2019-06-14 09:58:20 von Redaktion schaefermueller publ.
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