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Pathologie(f)
ZusatzAdj. pathologisch
DefinitionDie (moderne) Pathologie (griechisch pathos: Leiden) handelt von den strukturellen Veränderungen des Körpers, der Organe, der Organstrukturen, und derer auf zellulärer, sub- und suprazellulärer Ebene, die durch Krankheitsvorgänge und Krankheitszustände verursacht werden. Sie untersucht die hierdurch bedingten Veränderungen an Zellen und subzellulären Strukturen wie Zellkerne, Membranen, an zellulären Funktionseinheiten wie Rezeptoren, Makromolekülen, an Gewebestrukturen wie Nerven, Gefäße, an Organen sowie am gesamten Organismus. Abgeleitet aus dieser Kausalitätskette dient sie im Umkehrschluss als diagnostische und therapeutische Grundlage für viele Krankheiten, insbesondere zur Klassifizierung von Krebserkrankungen, Sonderformen akuter und chronischer Infektionen (Parasiten, Tuberkulose), oder Verhalten des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen, Abstoßungsreaktion nach Organtransplantation, etc.). Sie entstand aus der Gegenüberstellung anatomischer Kenntnisse, die an Leichen gewonnen wurden und klinischer Beobachtungen am Patienten. Wegbereitend war GIOVANNI BATTISTA MORGAGNI (Anatom in Padua, 1682–1771) mit seinem Werk „De sedibus et causis morborum” (Von dem Sitz und den Ursachen der Krankheiten).
Kategorie⇨ Basiswissen
Hauptautor(en)Redaktion schaefermueller publ.
Redaktionelle BearbeitungRedaktion schaefermueller publ.
Zuletzt bearbeitet2019-08-30 16:04:40 von Redaktion schaefermueller publ.
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