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Bewusstlosigkeit(f)
DefinitionBewusstlosigkeit ist die Abwesenheit aller psychischen Erlebnisse und wacher Erfahrung bei erhaltenen somatischen Funktionen. Eine vollständige Bewusstlosigkeit wird als Koma bezeichnet.
Details

Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit ist eine Form der Bewusstseinsstörung, bei der das Individuum die Fähigkeit zur räumlichen, örtlichen und zeitlichen Orientierung verloren hat. Das Tier reagiert weder auf Ansprache noch auf körperliche Berührungen oder Schmerzreize. Die möglichen Ursachen sind vielfältig, z.B. Atem-Kreislauf-Stillstand, Vergiftung, Schädelverletzung, Unterzuckerung oder Schlaganfall. Gleichzeitig können auch lebenswichtige Schutzreflexe wie z. B. Husten ausfallen. Bewusstlosigkeit ist ein akuter Notfall.

Beim Menschen erfolgt die Schwereeinteilung einer Besusstseinsstörung  nach der Glasgow-Koma-Skala, in die Augenöffnen, Motorik und Sprache eingehen. Da die sprachlichen Kriterien bei Tieren fehlen, beschränkt man sich auf eine Grobeinteilung nach Benommenheit, Somnolenz, Sopor und Koma:

  • Benommenheit ist die leichteste Form der Bewusstseinsstörung, bei der die Auffassungsgabe und Reaktionsfähigkeit herabgesetzt und verlangsamt sind.
  • Somnolenz ist die Bewusstseinsstörung, die mit Schläfrigkeit (lat. = somnolentia) und vermehrtem Schlafbedürfnis einhergeht. Der Patient ist jedoch aus dem Schlafzustand durch äußere Reize weckbar (Anrufen, Geräusche, Rütteln).
  • Sopor (lat. Tiefschlaf; auch Topor) ist eine gesteigerte Bewusstseinsstörung. Der Patient kann nur durch starke äußere Reize (z. B.: Schmerzreize) stimuliert werden, wird aber nicht mehr voll wach.
  • Koma (griechisch Tiefschlaf, latinisiert zu Coma) stellt den höchsten Grad der Bewusstlosigkeit dar. Ein Erwecken aus dem Koma ist nicht möglich.

Therapeutische Maßnahmen

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Kategorie⇨ Innere Medizin
Hauptautor(en)Redaktion schaefermueller publ.
Redaktionelle BearbeitungRedaktion schaefermueller publ.
Zuletzt bearbeitet2019-09-01 17:35:29 von Redaktion schaefermueller publ.
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